Fotografie 1: Martin Parr
Martin Parr muss als einer der bekanntesten britischen Fotografen kaum mehr vorgestellt werden, aber Redundanz ist, wie wir gelernt haben, redundant. Seine Bilder sind verstörend, zeigen unverblümt die Fratze moderner Überflussgesellschaften und sind, obwohl der oben verlinkte Wikipediaartikel Gegenteiliges behauptet, in expressionistischer Weise verzerrend und die Realität drastisch überspitzend. Sie sind dennoch ein eindringliches Porträt, das mehr mit den Mitteln aufrüttelnder Satire denn dem erhobenen Zeigefinger auf Missstände (bzw. unausweichliche Folgen?) hinweist. Technisch erstaunt an einer Stelle, an der manch einer seine Fotos in “künstlerisches” Schwarz-Weiß getaucht hätte, die oft grelle Farbgebung und eine Perspektive, die, obwohl meist nah am Motiv, eine teildokumentarische Distanz erkennen lässt.


