Urban lights als unbedingte Allegorie der Großstadt und ihrer Vielfältigkeit, als zivilisatorischer Fixpunkt und Symbol lähmender Sinnesüberflutung. Dieser Ort soll Kunst so vielfältig beleuchten wie Lichter ihre Stadt. Genre- und Spartengrenzen werden überschritten, Zeitgenössisches genauso thematisiert wie Vergangenes, Konventionelles wie Experimentelles. Musik, Film und bildende Kunst finden ebenso Eingang wie themenfremde Gedanken.
Der Preis mag ein Mangel an Fokus sein. Eine Bliebigkeit. Doch stammt der Wunsch Einzelner nach Begrenzung und Fokus nicht selbst aus dem Einfluss einer völlig entgrenzten, beliebigen, ziellosen Gesellschaft? Man wird also mit dem Blick in den Spiegel vorlieb nehmen müssen.
Aber: Kunst ist, reduziert auf ihren Kern, vielleicht doch nur ein selbstreferenzielles, mal mehr und mal weniger intellektuelles Kasperletheater. Lasst daher von Zeit zu Zeit den Vorhang auch mal geschlossen. Die Welt bietet mehr.